Finanzielle Berichterstattung

Bilanz

Die Bilanzsumme hat im Vergleich zum Vorjahr um rund CHF 500'000 abgenommen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Aufgrund verspätet erhaltener Mitgliederdaten konnten einige Rechnungen erst Ende Jahr erstellt werden. Die Folge davon ist ein leicht höherer Saldo bei den Forderungen gegenüber Dritten. Das Delkredere (A2) musste aufgrund dieser Forderungen leicht erhöht werden.

Die Bilanzposition Aktive Rechnungsabgrenzungen hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert.

Die Finanzanlagen und Beteiligungen sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.

Die unter Mobile Sachanlagen aufgeführten Positionen Büromaschinen/Mobiliar und Informatik-Hardware wurden anhand der Nutzungsdauer linear abgeschrieben und weisen deshalb einen tieferen Wert gegenüber dem Vorjahr auf.

Die unter Immaterielle Werte aufgeführten Informatik-Softwarekosten wurden ebenfalls anhand der Nutzungsdauer linear abgeschrieben, weisen aber gegenüber dem Vorjahr einen höheren Wert aus, da die Software auf den neusten Stand gebracht und als Investition verbucht wurde. Als Folge davon ist der Saldo der Immateriellen Werte im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Bei der Liegenschaft der Geschäftsstelle (Immobile Sachanlagen) wurde eine ordentliche Abschreibung von 3% vorgenommen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten haben leicht zugenommen. Einerseits handelt es sich dabei um Verbindlichkeiten gegenüber Dritten – diese haben sich nur unwesentlich verändert – und andererseits besteht gegenüber der Branchenlösung Arbeitssicherheit eine Verbindlichkeit, die stark zugenommen hat.

Die Passiven Rechnungsabgrenzungen beinhalten einen Betrag für die Revision der Jahresrechnung 2017. Weiter sind diverse nachträglich erfasste Spesen berücksichtigt worden.

Der unveränderte Saldo der Position Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten erklärt sich damit, dass im Vergleich zum Vorjahr keine zusätzliche Hypothek amortisiert wurde.

Die Rückstellungen zeigen eine starke Abnahme gegenüber dem Vorjahr. Einerseits wurden im Berichtsjahr die 2015 gebildeten Reserven für Veränderungen in der Mitgliederstruktur und andererseits die Rückstellungen für den Abschluss des Projektes „Revision TARMED“ aufgelöst. Für alle Positionen in der Bilanz gilt, dass für erkennbare Risiken entsprechende Rückstellungen vorhanden sind.

Der Jahresgewinn wird mit CHF 5‘664 ausgewiesen, was zusammen mit dem Vereinskapital und den Gebundenen Kapitalreserven ein Eigenkapital von rund 2,14 Mio. CHF ergibt.

Erfolgsrechnung

Der Betriebliche Gesamtertrag liegt leicht unter dem Vorjahreswert.

Im Berichtsjahr wurden die im Vorjahr gebildeten Reserven bei den ordentlichen Mitgliederbeiträgen vollumfänglich an die Mitglieder weitergegeben. Eine tiefere Rechnungsstellung war die Folge davon. Die teilweise anspruchsvolle Kalkulation der Mitgliederbeiträge führte zu leicht höheren Betriebsaufwänden und zu einem Mehrertrag gegenüber dem Budget.

Die Kurs-/Prüfungsgebühren weichen stark vom Budget ab, da die Konferenz Rechnungslegung infolge fehlender wichtiger Neuerungen nicht durchgeführt wurde.

Die Position Verkäufe beinhaltet diverse Fachbücher, Richtlinien und Formulare. Sämtliche Artikel verzeichneten unwesentliche Ertragsrückgänge gegenüber dem Vorjahr.

Die Erträge aus den Auswärtigen Spitalstatistiken sind rund ein Viertel tiefer als im Vorjahr, da im Berichtsjahr die Kantone Zürich und Schaffhausen nicht mehr an der SOMED-Statistik teilgenommen haben.

Wie bereits im Vorjahr herrscht im Bereich der Printmedien immer noch ein schwieriges Inserateumfeld. Die Einnahmen der Zeitschrift „Competence“ weichen deshalb gegenüber dem Vorjahr leicht und aufgrund der zu optimistischen Erwartungen gegenüber dem Budget etwas stärker ab.

Die Diversen Erlöse umfassen verschiedene Positionen, wobei der alle zwei Jahre durchgeführte H+ Kongress mitverantwortlich ist für den starken Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Im Berichtsjahr haben sich zudem mehr Spitäler REKOLE® zertifizieren lassen, was auch zu einem Mehrertrag führte.

Der Personalaufwand konnte gegenüber dem Budget und gegenüber dem Vorjahr leicht gesenkt werden. Tiefere Reisespesen sind der Grund für die Abweichung gegenüber dem Vorjahr. Die Abweichung gegenüber dem Budget hat mehrere Gründe:
Das Projekt Register/Normen verzögert sich und hat deshalb tiefere Kosten für Übersetzungen sowie für externe Mitarbeitende verursacht. Weiter musste keine Unterstützung von externen Mitarbeitenden für juristische Abklärungen in Anspruch genommen werden. Und, da keine REK-Entscheide gefallen sind, hat es keine Übersetzungskosten für das Prüfprogramm und die Checkliste gegeben.
Da entgegen der Vorhersage keine neues SwissGAAP FER Handbuch seitens der FER herausgekommen ist, musste die Branchenlösung nicht angepasst werden. Die Übersetzungs- und Publikationskosten konnten so gesenkt werden.
Im Bereich Kommunikation wurden weniger eFlash-Artikel publiziert, was auch hier tiefere Übersetzungskosten und tiefere Kosten für externe Mitarbeitende als Folge hatte.
Mehrkosten fielen bei der Weiterentwicklung der ITAR_K Version 8.0 an. Dafür sind die Übersetzungskosten tiefer ausgefallen, da die Anleitungen nur marginal angepasst werden mussten.

Der Verwaltungs- und Vertriebsaufwand verzeichnet gegenüber Budget und Vorjahr einen starken Anstieg. Zwei Gründe sind dafür ausschlaggebend: Der Mitgliederbeitrag an die OdASanté ist auf Grund einer Mitgliederabstimmung gegen den Willen von H+ erhöht worden. Weiter wurden für den Betriebskostenbeitrag an die ats-tms AG Rückstellungen gebildet.

Die Abschreibungen entsprechen dem Budget. Gegenüber dem Vorjahr ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Im Berichtsjahr wurde die Software aktualisiert. Ansonsten erfolgten keine grossen Investitionen.

Der Finanzaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr leicht höher ausgefallen. Einerseits sind die Hypothekarzinsen aufgrund einer im Vorjahr zurückbezahlten Hypothek tiefer ausgefallen, andererseits sind die erstmals von den Banken verrechneten Negativzinsen zu Buche geschlagen.

Der Finanzertrag weicht nur unwesentlich vom Vorjahreswert ab. Wie bereits in den Vorjahren ist der Grund für die Budgetabweichung, dass H+ bei der unsicheren Zinslage nach dem Vorsichtsprinzip budgetiert.

Bei den Ausserordentlichen, einmaligen und periodenfremden Erträgen ist eine grosse Abweichung zum Vorjahr zu verzeichnen. Die im Jahr 2015 gebildeten Reserven für erwartete Veränderungen in der Mitgliederstruktur aufgrund von Zusammenschlüssen wurden im Berichtsjahr aufgelöst.

Als Ausserordentliche Reservenbildung (A9.2) wurde der Nebenkostenfond für den Liegenschaftsunterhalt aufgestockt.

H+ schliesst das Berichtsjahr 2017 mit einem Jahresgewinn von CHF 5'664 ab.